Ist unsere Hochzeit zu nerdig, um sie fotografieren zu lassen?
Nein. Diese Frage bekomme ich fast bei jeder Anfrage und die Antwort ist immer dieselbe. Ob Harry-Potter-Symbole auf den Nägeln, der Herr-der-Ringe-Soundtrack beim Einzug oder die komplette Trauung in Gewandung: Für mich ist das der Normalfall, nicht der Sonderwunsch. Ihr müsst mir nichts erklären und nichts rechtfertigen. Die einzige Hochzeit, die bei mir falsch wäre, ist die, bei der ihr euch verstellt.
Muss unsere ganze Hochzeit ein Thema haben?
Nein. Die meisten Paare bewegen sich irgendwo dazwischen - klassische Trauung, aber die Tische nach Fandoms benannt. Weißes Kleid, aber ein Schwert statt Blumenstrauß. Ein Detail reicht völlig. Ihr müsst euch nicht entscheiden zwischen „ganz normal" und „komplett durchgezogen", nur weil es zwei Schubladen gibt.
Kommst du selbst in Gewandung?
Wenn es passt: ja. Meiner eigenen - ich bin damit selbst auf Märkten unterwegs. Wenn ihr es lieber anders wollt, sagt Bescheid, dann komme ich in Schwarz.
Bist du den ganzen Tag dabei?
Nur so lange, wie es sinnvoll ist. Ich rechne nach tatsächlicher Fotografierzeit ab, nicht nach Paketen. Lange Feierbegleitung mache ich bewusst nicht - das dritte Stück Torte und die vierte Runde Tanzfläche brauchen keine Fotografin. Ich bin für die Momente da, die zählen. Was ihr braucht, klären wir vorher gemeinsam am Telefon.
Wann bekommen wir die Bilder?
Eine erste Vorschau kommt etwa eine Woche nach der Hochzeit. Vertraglich habe ich acht Wochen für den vollen Umfang – in der Praxis bin ich meistens deutlich schneller, weil ich es selbst kaum abwarten kann. Am Ende kommt eine Holzbox zu euch: 30 Abzüge, USB-Stick mit allen bearbeiteten Fotos, ein kleiner Video-Trailer vom Tag und etwas, das zu eurem Thema passt. Jedes Foto gibt es in drei Bearbeitungen – natürlich, moody und schwarz-weiß.
Wie ist es, dich am Hochzeitstag dabeizuhaben?
Ruhig. Ich bin eher Freundin für den Tag als Dienstleisterin mit Klemmbrett. Das häufigste Feedback, das ich bekomme, ist nicht „tolle Bilder", sondern dass ich Sicherheit gegeben habe. Ein Bräutigam hat es nach einer Wikingerhochzeit auf den Punkt gebracht: Meine ruhige Art hat ihm den Tag leichter gemacht.














