Ich habe meine Erweiterung B196 für meine schöne Vespa Primavera gemacht. Ich bin sehr zufrieden, weil:
1. ich vom ersten Kontakt an einer professionellen und freundlichen Fahrschule gegenüberstand
2. die Inhalte und Preise direkt transparent und verbindlich waren
3. der Theorieunterricht pragmatisch und gut war. Klar, deutlich und mit einer guten Portion Humor hier und da ist die Zeit verflogen und ich (52 Jahre) den Unterricht mit den Jugendlichen sehr genossen habe. Am Whiteboard-Konzept müssen sie aber noch arbeiten: die Stifte waren teilweise recht „ausgelutscht“, so dass man nicht so gut sehen konnte. Hannemone Maass hat im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen perfekt die Tafel gesäubert, bevor sie sie neu beschrieb. 😉
4. Die Vespa, die mich durch die Fahrstunden begleitet hat, war fast wie meine. Leider eine andere Farbe (rot, meine ist atemberaubend orange-rot 😉🤓) Im Ernst: ein zuverlässiger Roller mit super Fahrgefühl. Sie fehlt mir schon ein bisschen ❤️. Ich habe sie Knatterhilde getauft.
5. die Praxisstunden waren SEHR lehrreich, was ich mir vorher so nicht vorgestellt habe. Ich habe die Gefahrensituationen gelernt, die „Tücken“ eines Mopeds, wenn man jahrelang nur Auto gefahren ist. Überhaupt war die Bestandsaufnahme der eigenen Fähigkeiten zu Beginn sehr gut und machten mich sicher, in guten Händen zu sein.
6. mein Fahrlehrer (Wolfgang Maaß) hat mir jederzeit ein sehr sicheres Gefühl gegeben! Es tat gut, zu sehen, wie besorgt, aber dennoch gelassen und jederzeit top aufmerksam er geführt hat. Insbesondere bei den Autobahnfahrten, bei denen mir direkt als auch im übertragenen Sinn das Hemd geflattert ist. Dabei hat er sich sehr schnell auf die Persönlichkeit eingelassen und wusste jederzeit, was er wie kommuniziert. Klare Ansagen in kritischen Situationen, aber jederzeit partnerschaftlich und total souverän. Wenn man es einfach ausdrücken will: er hat seine Fahrschülerin vor den anderen Verkehrsteilnehmern mit den Zähnen verteidigt, wenn nötig. Es gab da aber nur eine Situation, in der er hupen musste, da sich einer zwischen uns gedrängelt hat. Das hat sehr geholfen.
7. die Übungen wurden dosiert angebracht und man wurde das Risiko berechnend gefordert.
8. das in beide Richtungen erbetene Feedback nach jeder Stunde und am Schluss fand ich bemerkenswert. Da ist eine Fahrschule, die nicht den Anspruch an Allwissenheit stellt und sich der Kritik der Schüler stellt.
9. zu verbessern wäre meines Erachtens:
- eine Funkverbindung, die dem Fahrschüler die Möglichkeit gibt, auch kurz (!) zu sprechen. Und zwar technisch mit der Möglichkeit, dass der Fahrlehrer den Schüler jederzeit übersprechen kann, je nach Situation.
- die Grundfahrübungen (Ausweichen mit aufgestellten Hütchen) klarer und mit ausreichend Zeit vorher erklären. Da war mir beispielsweise nicht klar, ob ich einem von rechts einfahrenden Auto oder einem Hinderniss in meiner Fahrtrichtung ausweichen muss. Das versteht man unter Umständen nicht so schnell, wenn man mit dem Moped und all den Dingen, die man beim Bremsen, Verkehr usw beachten muss, beschäftigt ist.
- der Gürtel mit der rückwärtigen Aufschrift „Fahrschule“ sollte auch nach vorne beschriftet sein. Warum nicht? Das hat teilweise provoziert, dass andere Fahrzeuge beim Einfädeln das vielleicht nicht so wahrgenommen haben.
Aufjedenfall überlege ich, auch wenn wir etwas weiter wegwohnen außerhalb von Bonn, unseren Sohn, der einen 50er-Führerschein machen möchte, dort anzumelden.
Eine sehr zu empfehlende Fahrschule!