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Verifiziert am 27.01.2026
Haushaltsauflösung: Ablauf, Kosten & Checkliste
Wenn ein ganzer Hausstand aufgelöst werden muss, stehen Angehörige oft vor einem Berg aus Möbeln, Akten und Erinnerungen. In dieser Situation den Überblick zu behalten, ist schwer. Meist drängen Fristen für die Kündigung oder den Verkauf, während gleichzeitig emotionale Hürden zu bewältigen sind. Trustlocal ist da, um Sie in dieser Phase durch einen übersichtlichen Vergleich zuverlässiger lokaler Anbieter zu unterstützen.
Dieser Ratgeber verschafft Ihnen Klarheit: Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Auflösung strukturiert angehen, welche rechtlichen Pflichten auf Sie zukommen und wie Sie teure Fehler vermeiden.
Unterschied zur Entrümpelung: Eine Haushaltsauflösung umfasst den gesamten Hausstand, inklusive Sicherung von Wertsachen und besenreiner Übergabe.
Ablauf & Zeit: Startet immer mit einer Besichtigung. Die eigentliche Räumung dauert meist 1 bis 3 Tage.
Kosten & Werte: Der Preis berechnet sich nach Volumen (m³) und Aufwand. Verwertbare Gegenstände (Wertanrechnung) senken die Rechnung.
Pflichten & Haftung: Der Auftraggeber haftet für die Müllentsorgung – bestehen Sie auf einem Entsorgungsnachweis vom Profi.
Was ist eine Haushaltsauflösung?
Viele nutzen die Begriffe Haushaltsauflösung und Entrümpelung gleichbedeutend, aber es gibt einen wichtigen Unterschied. Bei einer Entrümpelung geht es meist nur um die Entsorgung von Sperrmüll aus Keller, Garage oder einzelnen Räumen.
Hinweis: Wenn Sie wissen möchten, mit welchen Preisen Sie dabei rechnen müssen, finden Sie hier einen Überblick zu den Kosten einer Entrümpelung.
Bei einer Haushaltsauflösung handelt es sich um den kompletten Prozess. Eine Wohnung oder ein ganzes Haus wird vollständig geräumt. Oft passiert das im Rahmen:
Das Ziel ist die besenreine Übergabe an den Vermieter oder Eigentümer. Dazu gehört nicht nur das Tragen von Möbeln, sondern auch die Sortierung von Wertsachen, der Transport und die fachgerechte Entsorgung nach gesetzlichen Vorschriften.
Ein professioneller Dienst ist besonders sinnvoll, wenn:
Zeitdruck besteht
die Menge groß ist
Haftung wichtig ist
Sie gesetzliche Vorgaben einhalten müssen
Der Auftraggeber (Kunde) bleibt abfallrechtlich verantwortlich, bis der Müll ordnungsgemäß entsorgt ist. Seriöse Dienstleister händigen daher zwingend einen Entsorgungsnachweis aus, der belegt, dass der Sperrmüll nicht illegal im Wald gelandet ist.
Was bedeutet „Besenrein“ wirklich?
Die rechtliche Definition ist für Sie positiv: Laut BGH-Urteil (VIII ZR 285/12) müssen Sie keine Renovierungen durchführen, sofern nicht anders vereinbart.
Besenrein heißt: Die Räume sind leer und grob gekehrt. Auch Spinnweben im Keller müssen weg, aber Fensterputzen oder das Entfernen von üblichen Kalkablagerungen gehört nicht dazu.
Falls eine weitergehende Reinigung gewünscht ist – etwa für einen Verkauf oder eine Neuvermietung – kann eine professionelle Reinigungsfirma unterstützen.
Ablauf einer Haushaltsauflösung Schritt für Schritt
Vorbereitung
Eine seriöse Haushaltsauflösung beginnt immer mit einem Besichtigungstermin vor Ort. Trustlocal vermittelt Ihnen geprüfte Dienstleister aus Ihrer Region, die diesen Standard einhalten. Es ist von Vorteil, mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen, wie sie Ihren spezifischen Bedürfnissen entsprechen.
Angebote ohne Besichtigung gelten bei Verbraucherschützern als unseriös. Ein Experte muss das Volumen in Kubikmetern schätzen (eine 3-Zimmer-Wohnung hat oft 30–50 m³).
Neben der Einschätzung der Menge gibt es noch viel zu klären:
Zugänglichkeit und Laufwege
Zeitplan
Wertanrechnung
Parkmöglichkeiten für den Container
Sondermüll (Farben, Lacke).
"Beauftragen Sie eine Haushaltsauflösung niemals ohne Vor-Ort-Besichtigung und klares Festpreisangebot. Klären Sie vorab schriftlich, welche Leistungen enthalten sind und welche Gegenstände auf keinen Fall entsorgt werden dürfen. Transparenz zu Beginn erspart später Diskussionen und Zusatzkosten."
Planen Sie rechtzeitig. Es gibt meist keinen gesetzlichen Anspruch auf Sonderurlaub für eine Wohnungsauflösung, außer Ihr Arbeitsvertrag regelt das genau (z.B. TVöD § 29). Meist muss regulärer Urlaub genommen werden.
Wichtig: Sortieren Sie vorab Ihre Unterlagen und persönlichen Gegenstände: Wichtige Dokumente, Verträge, Medikamente und persönliche Gegenstände müssen vor der Haushaltsauflösung raus sein.
Durchführung
Am Stichtag rückt das Team an. Sie müssen während der Räumung nicht durchgehend anwesend sein. Es genügt meist, wenn Sie zum Aufschließen und zur abschließenden Übergabe vor Ort sind.
Dabei wird streng sortiert – das schreibt das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) vor.
Wertstoffe & Spenden: Gut Erhaltenes wird separiert.
Sondermüll: Batterien, Energiesparlampen und Lacke werden getrennt.
Restmüll: Alles, was nicht verwertbar ist, wird entsorgt.
Zudem werden große Möbel abgebaut. Eine Haushaltsauflösung dauert je nach Objektgröße zwischen einem und drei Tagen.
"Klären Sie vor Beginn schriftlich den genauen Leistungsumfang inklusive Keller, Dachboden und Nebenräume. Viele Missverständnisse entstehen, weil diese Bereiche nicht ausdrücklich im Angebot stehen. Eine klare Auftragsbestätigung mit allen Räumen schützt beide Seiten und verhindert Nachforderungen am Ende."
[ ] Zugang: Hat die Entrümpelungsfirma Schlüssel? Sind die Laufwege frei?
[ ] Wohnung vorbereiten: Markieren Sie Gegenstände, die in der Wohnung bleiben sollen (z.B. Einbauküche), deutlich mit Klebeband.
[ ] Persönliches sichern: Nehmen Sie Fotos, Schmuck und Dokumente vor dem Termin aus der Wohnung.
Tipp! Sehen Sie sich die Top 10 Entrümpelungsfirmen in Ihrer Nähe an
Spezialfall: Haushaltsauflösung nach Todesfall
Im Todesfall gibt es rechtliche Besonderheiten. Hier was Sie zu dieser schwierigen Zeit wissen müssen:
[ ] Dokumente finden: Suchen Sie gezielt nach Testament, Erbschein und Versicherungspolicen.
[ ] Mietvertrag: Der Vertrag endet nicht automatisch! Erben treten in den Vertrag ein (§ 564 BGB). Sie haben jedoch ein Sonderkündigungsrecht: Innerhalb eines Monats nach Kenntnis vom Tod können Sie mit der gesetzlichen Frist von 3 Monaten kündigen.
[ ] Haftung: Firmen haften in der Regel nicht für Bargeld, das versehentlich in alten Möbeln entsorgt wird. Prüfen Sie Bücher und Matratzen vorher gründlich!
Wenn Unklarheiten zur Erbfolge bestehen oder mehrere Erben beteiligt sind, kann ein Rechtsanwalt für Erbrecht helfen, Haftungsrisiken zu vermeiden.
Wohin mit den Sachen?
Jetzt kommt die Frage, ob Sie Ihre Gegenstände spenden, verkaufen oder einfach wegwerfen möchten.
Falls Sie Ihre Möbel spenden wollen, ist es ratsam, vorher Fotos an die Einrichtung Ihrer Wahl zu schicken. Gemeinnützige Organisationen wie Caritas nehmen Spenden an, die ihre Kriterien erfüllen. Häufige Gründe für eine Ablehnung sind:
Schrankwände breiter als drei Meter
Flecken auf Polstern
Zerlegte Möbel
Rauchgeruch.
Alternativen sind unter anderem Tierheime für alte Handtücher und Decken, Bücherschränke, und Online-Portale.
Eine Wertanrechnung durch Ihren Dienstleister ist oft der einfachste Weg. Der Anbieter zieht den Wert verwertbarer Gegenstände sowie Antiquitäten und neuere Elektrogeräte von Ihrer Rechnung ab.
Was nicht gespendet oder verkauft werden kann, muss fachgerecht entsorgt werden. Alte Kühlschränke oder Waschmaschinen dürfen niemals in den Mischcontainer. Sie fallen unter das ElektroG und müssen separat entsorgt werden, damit keine Schadstoffe austreten.
Bedenken Sie, dass auch bei einer hohen Spendenquote Arbeitszeit für Sortierung und Transport anfällt. Eine „kostenlose“ Haushaltsauflösung ist daher unrealistisch, sofern nicht sehr hochwertige Wertsachen (Gold, Antikmöbel) verrechnet werden können.
"Erfahrungsgemäß wird der Wert von Möbeln und Hausrat oft überschätzt. Rechnen Sie realistisch: Gebrauchte Möbel lassen sich nur selten gewinnbringend verkaufen, und auch Spenden verursachen Sortier- und Transportaufwand. Lassen Sie sich daher vorab transparent erklären, wie sich eine mögliche Wertanrechnung konkret auf den Gesamtpreis auswirkt – so vermeiden Sie falsche Erwartungen und Enttäuschungen."
Bei Umzügen ins Pflegeheim und bei Todesfällen führt die Frage der Kostenübernahme oft zu Unsicherheit. Hier sind die Fakten.
Umzug ins Pflegeheim
Grundsätzlich zahlt der Mieter (oder sein Vermögen) die Auflösung der alten Wohnung.
Die Pflegekasse zahlt nicht. Sie übernimmt jedoch bis zu 4.000 € für „wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“ (§ 40 SGB XI). Dies gilt für den Einzug in eine pflegegerechte Umgebung, deckt aber nicht die Entrümpelung der alten Wohnung ab.
Gerade bei einem Wechsel ins Pflegeheim ist eine frühzeitige Finanzplanung sinnvoll. Ein unabhängiger Finanzberater unterstützt dabei, Vermögen, Immobilien und laufende Verpflichtungen strukturiert zu prüfen.
Wenn das Vermögen nicht ausreicht, kann das Sozialamt auf Antrag die Kosten übernehmen. Dies muss zwingend vor der Beauftragung geklärt werden.
Nach einem Todesfall
Im Todesfall organisiert zunächst ein Bestatter die formalen Schritte rund um Beisetzung und Sterbeurkunde. Erst danach folgt die Frage der Wohnungsauflösung. Hier sind die Erben zuständig.
Wenn das Erbe überschuldet ist, können Sie es innerhalb von sechs Wochen ausschlagen. Dann sind Sie nicht für die Räumung verantwortlich. In diesem Fall dürfen Sie die Wohnung aber auch nicht betreten oder Dinge entnehmen.
Vor dem Räumungstrupp müssen Erbschein, Testament und Versicherungspolicen gesichert werden. Firmen haften in der Regel nicht für Bargeld oder Dokumente, die in Möbeln versteckt waren und versehentlich entsorgt wurden.
Finden Sie den passenden Partner
Eine Haushaltsauflösung ist ein Kraftakt. Sparen Sie sich Zeit und Nerven: Lesen Sie auf Trustlocal echte Kundenbewertungen, vergleichen Sie geprüfte Entrümpelungsfirmen in Ihrer Nähe und erhalten Sie unverbindliche Angebote für eine besenreine Übergabe.
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