Kennen gelernt habe ich Lydia Gastroph und Ihr kleines, feines, faires und ästhetisches Bestattungsunternehmen während der Pandemie, als ich das Gefühl hatte, ich sollte mich mit meinem Tod beschäftigen und zufällig von einer Bekannten auf dieses besondere Bestattungsunternehmen aufmerksam gemacht wurde.
Ich durfte damals bei einem Beitrag des bayerischen Rundfunks mitmachen und mir alles genau anhören und anschauen. Schneller als erwartet haben wir dann die Hilfe von „Weiss über den Tod hinaus“ benötigt, zuerst für meinen Schwiegervater, dann für meine Schwiegermutter.
In beiden Fällen konnten wir uns auf den bevorstehenden Tod vorbereiten und Lydia hat uns ganz wunderbar durch diesen Prozess begleitet.
So war im Vorfeld alles organisiert und besprochen und als es dann soweit war, hatten wir ausreichend Zeit, Ruhe und geistige Vorbereitung für den eigentlichen Abschied.
Mit viel Einfühlungsvermögen, Würde aber auch Humor und Lebensfreude durften wir so ganz individuell Abschied von unseren Verstorbenen nehmen und dann auch Feiern ganz in deren Sinne ausrichten.
Wir bekamen Unterstützung in allen wichtigen organisatorischen Fragen, aber auch bei der Planung der Feier. So wurden wir zum Beispiel ermuntert, die Rede am Grab selbst zu schreiben und zu halten, eine wichtige Erfahrung im Trauerprozess.
Die Abrechnung erfolgt nicht pauschal, sondern nach Stunden. Man wird zu nichts gedrängt, zu nichts überredet. Alles ist in Ordnung und wird respektiert. So hat man immer das Gefühl, gut begleitet zu sein, ohne am Ende eine Riesenrechnung für Dienstleistungen zu bekommen, die man sich nicht getraut hat abzulehnen.
Lydia arbeitet mit jungen Handwerkern und Kunsthandwerkern zusammen. Mir gefällt nach wie vor die Idee einen wunderschön gestalteten Sarg schon zu Lebzeiten als Regal oder Truhe zu nutzen. Auch die vielfältigen, ästhetischen und kunsthandwerklichen Urnen kann man schon im Leben als Kunstgegenstände in der Wohnung haben.
Im Krematorium in Niederbayern, mit dem „Weiss über den Tod hinaus“ zusammenarbeitet, konnten wir jeweils noch mal ganz in Ruhe und mit etwas Abstand zum Todesfall Abschied nehmen . Auch dort haben wir uns sehr willkommen und aufgehoben gefühlt.
Auch wenn wir hoffen, dass es nicht allzu bald eintritt, würden wir jeden Todesfall in der Familie wieder von Lydia und „Weiss über den Tod hinaus“ begleiten lassen wollen. Wir haben es nicht nur als Dienstleistung, sondern als Lebenshilfe empfunden.
Wir durften erleben, dass es einen Unterschied macht, ob man einen guten Abschied hat oder nicht. Vielen Dank dafür!