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Meine Erfahrung mit Frau Lymperidis als Verfahrenspflegerin meines Sohnes war äußerst enttäuschend. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass die positive Bindung zwischen meinem Sohn und mir sowie meine Fähigkeiten als Mutter nicht objektiv bewertet wurden.
Besonders belastend fand ich Aussagen in ihrem Bericht, die aus meiner Sicht nicht den tatsächlichen Beobachtungen entsprachen. Unter anderem wurde geschrieben, dass ich den Kopf meines Kindes nicht richtig halten könne. Diese Aussage kann ich bis heute nicht nachvollziehen. Mein Sohn war zu diesem Zeitpunkt bereits vier Monate alt und konnte seinen Kopf selbstständig halten. Außerdem war ich zuvor in einer Mutter-Kind-Einrichtung, in der ich rund um die Uhr beobachtet und begleitet wurde. Dort wurde ein solcher Kritikpunkt nie festgestellt oder dokumentiert. Im Gegenteil: Ich weiß, wie ich mein Kind halte, füttere und versorge, und Frau Lymperidis konnte selbst sehen, wie liebevoll ich mit meinem Sohn umgehe.
Außerdem hatte ich das Gefühl, dass meine Mimik und mein Auftreten gegen mich ausgelegt wurden. Mir wurde gesagt, meine Mimik würde nicht zu meinem Verhalten passen. Dabei befand ich mich in einer extrem belastenden Situation und fühlte mich während der Gespräche stark unter Druck gesetzt. Dass ich angespannt oder unsicher gewirkt haben könnte, lag für mich an den Umständen und nicht daran, dass ich etwas vorspielen oder verbergen wollte.
Ebenso verletzend fand ich die Aussage in ihrem Bericht, ich würde „auf Krampf“ versuchen, alles richtig zu machen. Als junge Mutter, die sich in einer schwierigen Situation befindet und das Beste für ihr Kind geben möchte, empfand ich diese Aussage als respektlos und abwertend. Für mich wirkte es so, als würde mein Bemühen, mich gut um mein Kind zu kümmern, negativ ausgelegt werden.
Besonders enttäuscht war ich von ihrem Auftreten im gerichtlichen Verfahren zum Sorgerechtsentzug. Vor der Richterin hatte ich das Gefühl, als würde ich wie eine Straftäterin dargestellt werden. Dabei hatte Frau Lymperidis mir in einem persönlichen Gespräch selbst gesagt, dass ich nicht so sei, wie es in den Akten dargestellt werde. Umso mehr hat es mich verletzt, dass dieser Eindruck aus meiner Sicht weder in ihrem Bericht noch bei ihrer Darstellung vor Gericht ausreichend berücksichtigt wurde.
Zusätzlich hatte ich den Eindruck, dass mir unterstellt wurde, ich würde mich nur deshalb an Absprachen und Pläne halten, um mich zu beweisen. Ich muss niemandem beweisen, wer ich bin. Ich weiß, wer ich bin, und ich weiß, dass ich mein Kind liebe und nur das Beste für ihn möchte.
Von einer Verfahrenspflegerin erwarte ich Neutralität, Objektivität und eine faire Betrachtung aller Umstände. Leider habe ich diese Erfahrung nicht gemacht. Gerade für junge Mütter in schwierigen Situationen können solche Einschätzungen weitreichende Folgen haben. Mit 19 Jahren befand ich mich ohnehin schon in einer sehr belastenden Lage. Deshalb kann ich meine Erfahrung mit Frau Lymperidis leider nicht positiv bewerten und würde eine solche Erfahrung keiner Mutter wünschen, die um ihr Kind kämpft und sich Unterstützung sowie eine faire Beurteilung erhofft.