Da die betreffende Technik bezüglich der Schnecke und des Verdampfers bei namhaften Herstellern noch nicht verfügbar war und ein Wirkungsgrad von 100 % selbst bei -15 °C versprochen wurde, fanden wir die eingesetzte Technik interessant.
Im Jahr 2019 ließen wir uns über den Online-Konfigurator ein Angebot erstellen. Schnell erhielten wir von Herrn Beglau Junior eine Rückmeldung, und das Projekt wurde besprochen. Da uns etwa 530 km voneinander trennen, sollten wir Bilder des Hauses, Kellers etc. zur Verfügung stellen, damit niemand extra anreisen muss. An diesem Punkt hätten wir bereits skeptisch sein sollen und das Projekt stoppen. Damals konnten wir es jedoch nachvollziehen und gaben die Wärmepumpe im Jahr 2020 in Auftrag. Die Installation einer 14 kW Luft-Wärmepumpe sowie eines Heiz- und Frischwasserkessels erfolgte im Juli desselben Jahres.
Der erste Winter stand bevor, und wir waren gespannt, ob die Wärmepumpe alles meistert, wie versprochen und beschrieben. Bei den ersten Minusgraden gab es bereits Probleme: Die Wassertemperatur erreichte nicht den Sollwert, und im Haus wurde es nur 16 °C warm. Das Frischwasser zum Duschen lag bei ca. 25–30 °C – also kein wirklich angenehmes Duschen oder Waschen.
Natürlich kontaktierten wir daraufhin die Firma Beglau. Es folgten mehrere Schriftwechsel und Telefonate. Erst jetzt wurden nach weiteren Informationen wie Wandquerschnitt und Raumvolumen gefragt – bei der Angebotserstellung waren diese Punkte noch nicht relevant.
Im Jahr 2021 einigten wir uns darauf, dass die 14 kW Wärmepumpe kostenlos gegen eine 18 kW Wärmepumpe getauscht wird. Der Austausch erfolgte im Oktober 2021, und der nächste Winter stand vor der Tür. Dieses Mal lief die Wärmepumpe ohne Probleme durch – wobei der Winter nicht so hart war.
Ende 2022, als es kälter war (Temperaturen um den Gefrierpunkt) als im Winter 2021, bereitete die Wärmepumpe erneut Probleme, und der Sollwert wurde nicht erreicht. Also wieder nur eine Raumtemperatur von 16–18 °C und eisiges Frischwasser zum Duschen. Daraufhin kontaktierten wir mehrfach Herrn Beglau Senior mit einer Dokumentation über mehrere Tage. Nach einem Monat erhielten wir endlich eine Rückmeldung, dass wohl im Steuergerät ein kleines Teil (ein selbstgebauter Widerstand) kaputt sei und die Wärmepumpe somit nur eingeschränkt funktioniert und die volle Leistung nicht abrufen kann.
An dieser Stelle muss man erwähnen, dass das Steuergerät veraltet ist und man mühsam die Wassertemperatur einstellen kann – mehr ist nicht möglich. Einige Wochen später kam wieder ein Techniker, der das Teil austauschte, und die Wärmepumpe konnte nun die volle Leistung abrufen. Was wir aber zu diesem Zeitpunkt nicht wussten, ist, dass die Pumpe bei Erreichung der Sollwerte nicht mehr abschaltet, sondern immer weiterlief und Strom verbrauchte, obwohl es nicht notwendig war, da die Temperatur erreicht wurde.
Da wir keinen Nerv mehr für die Firma Beglau hatten und maximal unzufrieden waren, haben wir die Pumpe während der Sommermonate einfach abgeschaltet und zwischendurch für Warmwasser eingeschaltet – was verständlich ist bei einem Stromverbrauch von 12.500 kWh pro Jahr und einem Strompreis von 56 Cent pro kWh im Jahr 2023. Randnotiz: Wir leben auf 160 m², 2 Personen, beide berufstätig, mit Fußbodenheizung.
Im Mai 2023 platzte mir jedoch erneut der Kragen, da es nicht sein kann, dass man die Wärmepumpe immer wieder ein- und ausschalten muss. Daraufhin kontaktierte ich Herrn Beglau Senior erneut und erhielt keine Rückmeldung. Bis jetzt haben wir keine wirkliche Lösung – wir erhalten bei WhatsApp nur sporadische Antworten. Zuerst sollten wir einen Wartungsvertrag abschließen (soll wohl das Problem lösen ... logisch), dann sollten wir eine Rückmeldung nach dem Urlaub erhalten – das ist nun aber wieder zwei Wochen her.
Die Firma Beglau ist nicht zu empfehlen - lieber auf renommierte Hersteller zurückgreifen, da man im Worstcase einen anderen Dienstleister beauftragen kann. Eine Rückmeldung wird nun nicht mehr benötigt, da wir uns nach einer Alternative umschauen.