Kann ich absolut nicht empfehlen – besser ist kein Anwalt als so ein Anwalt. Er gibt in einem Schreiben an das Gericht falsche Tatsachen wieder: Ich habe einen tatsächlichen Bedarf von 2.000 km an Fahrtkosten, aber er hat dem Gericht tatsächlich nur 1.000 Kilometer angegeben. Als ich wegen des viel zu geringen Mehrbedarfs nachfragte (es ging um lächerliche 200 €), wollte er mir ernsthaft klarmachen, dass dieser falsche Mehrbedarf völlig richtig sei – er erzählte mir, er habe ja „2.000 km à 10 Cent“ gerechnet. Tatsächlich hatte er im Schriftsatz aber „1.000 km à 0,20 €“ eingereicht. Er hat mich also eiskalt angelogen, um den falschen Mehrbedarf bei Gericht vor mir zu rechtfertigen, weil er dachte, ich merke es nicht. Zwar hat er es auf meine Nachfrage hin später noch korrigiert, aber durch das ganze Hin und Her und die verspäteten Aktionen wurde das vom Gericht am Ende nicht mehr beachtet und mein Antrag abgelehnt. Kurz: Ein Anwalt, der statt zu helfen, genau das Gegenteil macht.
Er hat alle Anträge und Widersprüche viel zu spät eingereicht, obwohl er versprochen hatte, dies schnellstmöglich zu tun. Die Schriftsätze, die ans Gericht gingen, haben mich oft nicht erreicht; ich musste erst selber nachhaken. Er schreibt mir E-Mails und sagt, er wartet auf die Stellungnahme der Gegenseite, obwohl diese schon längst vorlag. Dann reicht er Schriftsätze viel zu spät ein – ein absolutes Armutszeugnis. Teilweise schickt er mir Schriftsätze mit der Bitte, „ob das so raus kann“, obwohl der vorliegende Schriftsatz nachweislich bereits elektronisch signiert und versandt war.
Ich wurde in meinem Leben noch nie so angelogen. Er hat mir den Eindruck vermittelt, ich wäre nur eine angebliche Last für die Allgemeinheit und solle nicht auf Kosten des Staates meinen Umgang mit meinem Kind finanzieren.
Der Supergau war, als das Gericht den Beschluss an seine Kanzlei versandt hat und dieser nicht an mich weitergeleitet wurde. Ich hatte erst durch einen Anruf beim Gericht herausgefunden, dass eine Entscheidung schon seit Wochen vorlag. Den Fall hat er natürlich für mich verloren, obwohl alles für mich gesprochen hat. Fast wäre die Beschwerdefrist abgelaufen; bekommen habe ich den Beschluss erst nach mehrfachen E-Mails und Anrufen.
Ich musste ihm das Mandat entziehen – wie einem Kind, das mit einer Schere in der Hand herumläuft – und muss nun selber und vor allem alleine versuchen, mein Recht durchzusetzen. Wäre er nicht gewesen, wäre ich vielleicht an einen guten Anwalt geraten. Stattdessen darf ich mir menschenunwürdige Argumente vom Jobcenter durchlesen, und dann kommen die damit auch noch durch, bei so einer wichtigen Sache wie der Übernahme der Umgangskosten mit einem Kleinkind.
Katastrophe, ich kann jeden nur bitten, auf gar keinen Fall zu Gollor zu gehen! Vor allem, wenn man einen Migrationshintergrund hat.