Wir haben Frau Meier mit der Durchführung unserer Scheidung beauftragt. Diese Beauftragung hat sich als absoluter Fehler herausgestellt. Meine Wahrnehmung dieses Vorgangs stellt sich wie folgt dar: Was es bedeuten würde, dass Frau Meier rechtlich nicht beide Parteien vertreten kann sondern nur eine der beiden Parteien, habe ich nicht in der anfänglichen Beratung erfahren sondern erst gegen Ende des Prozesses. Es wurden alle finanziellen Belange solange fair betrachtet, wie es darum ging, dass ich etwas zu bezahlen habe. Sei es der Unterhalt oder die Aufteilung der Altersvorsorge. Einzig die Abwicklung des Zugewinnausgleichs, bei dem ich eine für unsere Vrhältnisse nicht unerhebliche Geldsumme von meiner Ex-Frau bekommen müsste, wurde über rund 2 Jahre immer wieder nach hinten geschoben. Dann ging alles sehr plötzlich, meine Ex-Frau hat sich aus der Arbeitswelt verabschiedet, wollte auf einmal Rente beantragen und unter diesem "Zeitdruck" müsse die Scheidung schnell durchgeführt werden, damit sich die Umverteilung der Rentenpunkte positiv auf unsere gesamte finanzielle Lage auswirke. Es gab einen Termin für April 2025. Meine Bedenken, die Scheidung vor Klärung des Zugewinnausgleichs durchzuführen, wurden durch Frau Meier dadurch zerstreut, dass es keine rechtliche Notwendigkeit gäbe, der Anspruch bliebe erhalten. Was genau das im Detail bedeutet, sollte ich unmittelbar im Anschluß an die Scheidung erfahren. Plötzlich ging nichts mehr fair von statten. Statt dessen unterstütze Frau Meier plötzlich Ansichten wie z.B., dass das der von mir gefahrene PKW in 3 Jahren und 50.000km Gebrauch 5.000 Euro Wertzuwachs erfahren hätte. Der Wagen meiner Frau hatte stattdessen, wie es üblich ist, einen Wertverlust erfahren. Damit wurde meiner Meinung nach versucht, den Wert des Zugewinns zu schmälern. Diese Praxis wurde mit einigen Wertgegenständen so praktiziert. Nachdem ich mich hierauf nicht einlies und auch einige Werte mithilfe offentlich zugänglicher Bewertungen belegen konnte, weigerte sich meine Ex-Frau einfach, den Zugewinn zu zahlen, was der Status Quo ist. Ausserordentlich überraschend war dann die Rechnung von Frau Meier, die Sie für die Bearbeitung des Zugewinns stellte: Diese ergab sich aus exakt dem Streitwert, den ich als den Zugewinn angegeben habe und das, obwohl Sie im Vorfeld genau diese Zugewinnsumme als mit falschen Werten ermittelt abtun wollte.
Ich musste schmerzhaft lernen, dass "einvernehmlich" nichts mit Fairness zu tun hat. Einvernehmlich wurde in meinem Falle zu einer einseitigen persönlichen Meinung, die Frau Meier dann zumindest aufgriff und in meinen Augen damit bestärkte. Eine für mich erkennbar wahrnehmbare sachliche Beratung oder gar mediative Unterstützung war in dem Zusammenhang für mich nicht mehr wahrnehmbar. Müsse man hier nicht wenigstens einen Stern geben, gäbe es von mir keinen.