“Ich bin verheiratet und wir haben gemeinsame Kinder, ein Haus und einen sehr anspruchsvollen Familienalltag. Ich arbeite Vollzeit und bin aktuell der Hauptverdiener der Familie.
In den vergangenen Monaten haben sich Konflikte zwischen meinem Partner und mir deutlich gehäuft. Ich habe das Gefühl, dass wir immer häufiger in dieselben Streitmuster geraten und uns gegenseitig nicht mehr richtig erreichen.
Aus meiner Sicht übernehme ich viele Verantwortlichkeiten im Alltag. Dazu gehören meine Arbeit, die finanzielle Verantwortung für die Familie, Einkäufe, organisatorische Aufgaben sowie die Betreuung unserer Kinder. Trotzdem habe ich oft das Gefühl, dass mein Einsatz nicht wahrgenommen wird und stattdessen hauptsächlich kritisiert wird, was ich nicht oder nicht gut genug mache.
Ein großes Thema ist für mich der Umgangston. Ich empfinde die Kommunikation meines Partners häufig als vorwurfsvoll, abwertend oder respektlos. Gleichzeitig reagiere ich auf diese Situationen oft verletzt oder wütend, wodurch Konflikte eskalieren. Oft streiten wir dann über konkrete Auslöser, obwohl dahinter eigentlich tiefere Themen stehen.
Besonders belastend ist für mich, dass Konflikte regelmäßig sehr schnell eine extreme Dynamik annehmen. Bei Streitigkeiten kommt es teilweise zu Kontaktabbruch, Blockieren von Kommunikationswegen oder Rückzug. Dadurch fühle ich mich häufig abgelehnt, ausgeschlossen und emotional sehr verunsichert.
Ich habe mittlerweile das Gefühl, ständig beweisen zu müssen, dass ich genug tue und ein guter Partner sowie Vater bin. Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass vieles von dem, was ich für die Familie leiste, als selbstverständlich angesehen wird. Das führt bei mir zu Frustration, Enttäuschung und dem Gefühl, nicht wertgeschätzt zu werden.
Auf der anderen Seite glaube ich, dass mein Partner sich ebenfalls überfordert fühlt und das Gefühl hat, mit vielen Belastungen alleine zu sein. Dadurch entsteht häufig ein Kreislauf aus Vorwürfen, Rechtfertigungen, Rückzug und weiterer Eskalation.
Aktuell bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich emotional sehr erschöpft bin. Ich liebe meine Familie und möchte ein guter Vater und Partner sein. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass die wiederkehrenden Konflikte, der Umgangston und die ständigen Eskalationen sehr viel Kraft kosten und dass wir ohne Unterstützung nicht mehr aus diesen Mustern herausfinden.
Mein Ziel für die Paartherapie ist:
wieder respektvoll miteinander kommunizieren zu können,
Verständnis für die Bedürfnisse und Belastungen des anderen zu entwickeln,
Konflikte zu lösen, ohne dass Trennung, Rückzug oder Kontaktabbruch im Raum stehen,
die gegenseitigen Erwartungen klarer zu definieren,
und herauszufinden, ob und wie wir unsere Beziehung wieder als Team gestalten können.”