Die Zusammenarbeit mit der Firma KBS war letztendlich nicht erfreulich.
Der Beginn war vielversprechend: Herr Breuer, Geschäftsführer der Firma KBS, machte uns nach Begehung unseres Hauses ein Angebot, welches unsere individuellen Ansprüche einer reinen Außendämmung berücksichtigte und alle Vorgaben der BaFa-Förderung (BEG EM) erfüllte. Dieses Angebot wurde von unserem Energieberater für gut befunden, bei der BaFa eingereicht, dort genehmigt und war fester Bestandteil des Auftrags. Die Arbeiten begannen pünktlich und das Team vor Ort war nett und fleißig, was ich hier ausdrücklich loben möchte.
Bereits am 2. Tag passierte unerfreuliches. Die Baustelle wurde pünktlich geschlossen, obwohl Dämmstoffplatten erst zu ¾ verlegt waren, so dass ¼ der Dachseite nur von der Dampfbremsfolie geschützt war. Leider regnete es nachts, es tropfte stark ins Zimmer hinein. Die Innendämmung, die weiterhin genutzt wird, wurde nass. Dafür entschuldigte sich der 2. Geschäftsführer zwar am nächsten Tag und gestand ein, dass man besser noch eine Std. länger gearbeitet hätte um die Seite des Daches komplett mit Dämmstoffplatten vor Regen zu schützen, aber das nutzt uns im Nachhinein wenig. Mit wieviel Regenwasser sich der innenliegende Dämmstoff vollgesogen hat, war unbekannt.
Der Schock folgte dann Anfang der 2. Arbeitswoche. Es stellte sich heraus, dass entgegen des Vertrages lediglich eine diffusionsoffene Unterspannbahn statt einer diffusionshemmenden Dampfbremse verlegt wurde. (Das erklärt auch, warum es so stark ins Dach hinein regnete.)
Obwohl diese Unterspannbahn viel günstiger ist als die Dampfbremse, erfolgte keine preisliche Anpassung des Angebots, wahrscheinlich weil ein anderer Positionspreis den Tausch offensichtlich gemacht hätte.
Unser Energieberater schlug sofort Alarm, denn durch die nicht vorhandene Dampfbremsfolie ist nicht nur unsere BaFa Förderung hinfällig; der Dachaufbau an sich entspricht nicht den geltenden Vorschriften. Das Dachzimmer kann in dem Zustand nicht bewohnt werden. Das Zimmer ist seitdem unbewohnt.
Mittlerweile sind gut 4 Monate vergangen. Das wirklich erschreckende ist: die Firma KBS reagiert noch nicht einmal auf unsere Schreiben. Wir mussten einen Anwalt zu Hilfe ziehen, und auch auf dessen Schreiben reagiert die KBS nicht und ließ alle Fristen (wir haben die Möglichkeit der Nachbesserung angeboten) ohne eine Reaktion verstreichen. Aufgrund dessen landet der Fall nun vor Gericht.
Eine grundsätzlich eher nebensächliche Sache manifestiert unsere Erfahrung mit der KBS: uns wurde seit dem ersten Gespräch mit vielen schönen Worten versprochen, wie toll unser Dach werden wird, und wir wurden auch darauf hingewiesen, dass es durch die zusätzliche Außendämmung „dicker“ wird. Am Ende der Bauphase musste nur noch eine Regenrinne auf der Terrasse montiert werden. Die konnte aber nicht verbaut werden, da das Dach nun dicker als vorher war und der Platz zwischen Dach und Markise nicht für eine Rinne reichte. Es war Zufall, dass sich die Markise selbst ohne Rinne überhaupt noch ausfahren ließ. Unserer Meinung nach sollte ein erfahrener Dachdecker so etwas vorher erkennen und berücksichtigen. Die Mitarbeiter vor Ort mussten erfinderisch werden und schlängelten die Ablaufrinne irgendwie durch die erstmögliche freie Stelle. Das sieht an sich schon bescheiden aus, aber zusätzlich wurde dieses seltsame Konstrukt auch noch krumm und schief angebracht.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass am Anfang zwar viel versprochen wurde, aber sich im Nachhinein herausstellte, dass
• bereits die Begehung unsauber durchgeführt wurde (zum ersten vereinbarten Termin ist Herr Breuer übrigens ohne Absage nicht erschienen)
• die Ausführung falsch war
• die Kommunikation danach katastrophal war (denn KBS zeigte keinerlei Reaktion)
Übrigens zieht es auch in unser Dach hinein, obwohl angeblich ein luftdichter Anschluss stattgefunden hat. Und … den Herr Breuer haben wir nach dem ersten Termin nie wieder gesehen, er hat sich, entgegen einiger Versprechen, nie auf der Baustelle blicken lassen.